06. September 2016   Aktuell

Arnfred Stoppok: „Eine Gemeinschaft von Menschen, die sich trifft und gemeinsam ihr Leben gestaltet“

Kreistagskandidat der LINKEN will Dorfleben stärken

Der erstplatzierte Kandidat der LINKEN im Kreiswahlbereich IV, Arnfred Stoppok, will sich nicht damit abfinden, dass das Leben auf den Dörfern im Landkreis immer unattraktiver und schlicht langweilig werde.

Wer Bewohner in seinen Gemeinden halten wolle, müsse auch kleine Orte wieder infrastrukturell aufwerten. Dazu bedürfe es zunächst eines lebendigen Dorfkerns mit Lebensmittelgeschäft, Post- und Bankdiensten und weiteren Einrichtungen der Nahversorgung. „Eine ausgewogene Kombination von kommerziellen Dienstleistungen, Arztpraxen und Gemeinschaftsräumen für Vereine, Kurse und Feiern unter einem Dach sind dann die fortgeschrittenen Maßnahmen, um unseren Dörfern wieder Leben einzuhauchen, Alt- und Neubürger zusammenzubringen und ein offenes, faires und friedliches Miteinander zu fördern“, so der gebürtige Ohrumer energisch.

Nicht zuletzt seien auch der Erhalt der wohnortnahen Schulstandorte und ihr Ausbau zu weiteren Gesamtschulen für den Landkreis eine entscheidende Zukunftsinvestition. „Moderne Familien siedeln sich da an, wo sie die Zukunft ihrer Kinder gesichert sehen. Es darf kein Ausschlusskriterium für die Wohnortwahl sein, dass nur Bildungseinrichtungen zweiter Klasse in unmittelbarer Nähe verfügbar sind und für eine zeitgemäße Beschulung weite Wege für die Sprösslinge in Kauf genommen werden müssen. Chancengleichheit beginnt auf dem Land“, erläutert Stoppok.

Zum Erhalt der Lebensqualität im ländlichen Raum trage maßgeblich ein konsequenter Umweltschutz bei. Ein Verbot des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat auf öffentlichen Flächen sei für den Medien- und Eventmanager deshalb schon fast selbstverständlich. Neue Großmastanlagen gelte es im Sinne eines aktiven Tierschutzes zu verhindern. Die Dörfer sollten sich wieder zu dem entwickeln, was sie einmal waren: Gemeinschaften von Menschen, die nicht nur am Ort wohnten, sondern sich dort träfen und gemeinsam ihr Leben gestalteten. Stoppok betont: „Auch die Vereinsarbeit in den Gemeinden, insbesondere die Förderung der Jugendarbeit und soziales Bürgerengagement müssen durch den Landkreis viel stärker finanziell gefördert werden als bisher. Nur so ergeben sich die Voraussetzungen für ein aktives Landleben, welches in Puncto Lebensqualität dem Leben in der Stadt in nichts nachsteht, ja teilweise wieder echte Vorteile bietet. Ich bewerbe mich unter anderem auch deshalb für das Mandat, weil mir ein attraktives Landleben in unserem Kreis am Herzen liegt, unsere Gemeinden aber eine noch zu schwache Stimme im Kreistag haben, um für eine dringend notwendige bessere finanzielle Ausstattung zu sorgen.“